Pädagogischer Schwerpunkt: Was verbirgt sich dahinter?

Jede Einrichtung der Kinderland PLUS gGmbH hat einen pädagogischen Schwerpunkt, der die Arbeit in der jeweiligen Kita prägt. Was es damit auf sich hat, erklärt unsere Fachberatung.

In Finsing beispielsweise hat das Kinderland Zur Sonnwend den Schwerpunkt „Bewegung, Tanz & Sport“, das Kinderland Sankt Georg ist eine Sprach-Kita und nimmt darüber hinaus Wertorientierung und Religiösität in den Fokus. In Poing im Kinderland Kirchheimer Allee in Poing sind die Sinneserfahrungen ein Schwerpunkt, im Kinderland Arche Noah in Anzing sind es die Bereiche Natur, Umwelt & Technik. 

 

Was es damit auf sich hat, erklärt Nina Bergs, Fachberatung der Kinderland PLUS gGmbH und Fachberatung Sprach-Kitas. In ihrer Funktion kümmert sie sich mit zwei weiteren Kolleginnen um alle pädagogischen Belange der Kindertagesstätten, unterstützt die Leitungen und Teams bei pädagogischen Fragen und entwickelt die pädagogische Arbeit in den Häusern weiter.

 

Frau Bergs, warum haben sich die Kinderland-Einrichtungen entschieden, einen besonderen pädagogischen Schwerpunkt auszuweisen? Was ist der Mehrwert einer solchen Schwerpunktsetzung?

Zum einen ist es eine Vorgabe der Landratsämter einen pädagogischen Schwerpunkt zu benennen und diesen ins Konzept einzuarbeiten. Auf der anderen Seite ist der pädagogische Schwerpunkt wie eine Leitlinie, an dem die Pädagog*innen ihre tägliche Arbeit orientieren. Dadurch, dass jede Einrichtung den Schwerpunkt selbst passend wählt, wird die Individualität jeder einzelnen Kinderland-Kita deutlich.

 

 

Der  Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan gibt 11 verschiedene Bildungs- und Erziehungsbereiche vor, die Teil der täglichen pädagogischen Arbeit sein sollen. Wenn eine Einrichtung jetzt einen dieser Bereiche als besonderen pädagogischen Schwerpunkt wählt, wie wird sichergestellt, dass andere, ebenfalls wichtige Bildungsbereiche, nicht vernachlässigt werden?

Die Bildungsbereiche im BEP sind Querschnittsthemen, die sich gegenseitig bedingen und nicht isoliert betrachtet werden können. So ist es zum Beispiel gar nicht möglich, soziale Kompetenzen zu fördern ohne miteinander zu sprechen und sich so auch im Bildungsbereich Sprache zu bewegen.

Wir müssen alle Bildungsbereiche abdecken und tun dies natürlich auch in allen Einrichtungen. Der Schwerpunkt ist dabei ein roter Faden, der sich durch die gesamte pädagogische Arbeit zieht.

 

 

Nach welchen Kriterien haben sich die Kitas ihren jeweiligen Schwerpunkt ausgesucht? Haben sie dabei freie Hand?

Jedes Team hat den Schwerpunkt entsprechend seiner Kompetenzen und Ressourcen gewählt. Uns ist es wichtig, dass das Team in die Entscheidung involviert ist, damit dieser aktiv mit Leben gefüllt wird. 

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

Simone Klein

Kinderland PLUS gGmbH